Neapolitanische Volkskunst /1Eine neue, permanente Ausstellung im Puppenhausmuseum Basel befasst sich mit der neapolitanischen Volkskunst des Krippenbaus. Die Ausstellung mit den typischen südländischen Alltagszenen vermittelt en miniature einen einmaligen Einblick in das Alltagsleben der Bewohner Neapels im 18. Jahrhundert. Man sieht Leute beim Essen oder Frauen beim Tratschen auf ihren Balkonen. Da sind Handwerker am Töpfern, während Gennaro, der Fischverkäufer, seine getrockneten „Baccalà“ (Stockfisch) und andere regionale Spezialitäten feilbietet. Früchte- und Gemüsehändler stehen neben üppig gefüllten Auslagen und der Limonadenverkäufer hofft auf durstige Passanten für seinen Zitronensaft frisch ab Presse. Und während der Brot- und Pizzabäcker Giuseppe nochmals seinen Ofen einheizt, buhlen der Käseverkäufer mit neapolitanischen Köstlichkeiten wie Provolone und Caciocavallo und der Wurstverkäufer mit deftigem Salami und würzigem Parmaschinken um die Gunst der Kunden. In einer Kutsche, gezogen von einem aus Holz geschnitzten Pferd, naht Besuch… Die ganze atemberaubende Szenerie breitet sich aus vor einem von Hand gemalten Himmel. Die Figuren wirken derart lebendig, als würden sie jeden Moment zum Leben erweckt. | |